So erhöhst du die Öffnungsrate deines Newsletters

Öffnungsrate Newsletter mit Laptop

Deine Newsletter werden kaum geöffnet? Oder landen vermehrt direkt im Spamordner?

In diesem Beitrag erfährst du, wie du die Öffnungsrate deines Newsletters erhöhst, Vertrauen zu deinen Kund:innen aufbauen und damit mehr Umsatz generieren kannst.

Was ist eine gute Öffnungsrate für Newsletter?

Die Öffnungsrate gibt an, wie viele Empfänger:innen eine E-Mail geöffnet haben, verglichen mit der Anzahl der zugestellten E-Mails. Sie ist ein Kennzeichen dafür, wie gut deine Newsletter performen. Die Öffnungsrate wird normalerweise in Prozent ausgedrückt.

Die durchschnittliche Öffnungsrate im E-Mail Marketing liegt zwischen 20 – 30%.

Willkommensserien werden sogar noch häufiger geöffnet (die durchschnittliche Öffnungsrate für Willkommensmails liegt bei ca. 64%).

So berechnest du die Öffnungsrate:

Grafik zur Berechnung Öffnungsrate Newsletter

Die gängigste Methode um die Öffnungsrate zu tracken, ist die Verwendung eines Tracking-Pixels. Die meisten E-Mail Marketing Tools arbeiten damit.

Ein Tracking-Pixel ist ein unsichtbares Bild in der E-Mail, das beim Öffnen ladet und dem/der Absender:in signalisiert, dass die E-Mail geöffnet wurde. Diese Information siehst du in der Auswertungsübersicht deiner E-Mail Marketing Software.

Die Öffnungsrate im Kontext anderer Kennzahlen betrachten

Einige Infos zur Aussagekräftigkeit der Öffnungsrate vorweg:

  • Einige E-Mail-Clients blockieren das Laden von Bildern, was dazu führt, dass der Tracking-Pixel nicht erkannt und die Öffnung nicht erfasst wird.

  • Die Öffnungsrate wird bei vielen Anbietern nicht zuletzt auch durch die Einführung der Apple Mail Privacy Protection verzerrt. Diese Funktion meldet bspw. Öffnungsraten für Abonnent:innen, unabhängig davon, ob diese die Nachricht auch wirklich geöffnet haben.

  • Die Öffnungsrate allein sagt grundsätzlich auch nichts darüber aus, ob die Abonnent:in tatsächlich den gesamten Inhalt deiner E-Mail gelesen hat. 


In Kombination mit anderen KPI’s, wie der Conversion Rate oder der Klickrate, ist die Öffnungsrate aber eine wichtige Kennzahl, um den „Erfolg“ deiner E-Mail Marketing Kampagnen zu messen.

Schauen wir uns nun im Detail an, was du tun kannst, um deine Öffnungsrate zu steigern.


7 Tipps, um die Öffnungsrate deiner Newsletter zu erhöhen

1. Eine ansprechende Betreffzeile

Die Betreffzeile ist der erste Eindruck, den deine Abonnent:innen vom Inhalt deiner E-Mail bekommen. Basierend darauf entscheiden sie, ob sie die E-Mail öffnen oder nicht.

Die Betreffzeile kann lustig, ernst, nachdenklich, euphorisch oder empathisch sein und soll die Neugier deiner Leser:innen wecken.

Persönliche Ansprache in der Betreffzeile – Ja oder Nein?

Was hört man lieber als den eigenen Name? Eben.

Hier gehen die Messungen der Auswirkungen auf die Öffnungsrate aber auseinander. Es gibt also kein eindeutiges JA oder NEIN.

Ich persönlich weiß zwar, dass da kein Marketing Mensch sitzt, der meinen Namen manuell in die Betreffzeile tippt, aber der kleine Marketing-Hack funktioniert trotzdem ab und zu bei mir. 

Es kommt also auf deine persönliche Präferenz und die deiner Zielgruppe an. Wenn du dir unsicher bist, teste zwei gleiche Betreffzeilen, einmal mit und einmal ohne persönliche Ansprache.

Emojis in der Betreffzeile

Auswertungen von E-Mail Marketing Tools zeigen, dass die Leute etwas häufiger E-Mails (um rund 3%) anklicken, die EIN Emoji (also hier auch nicht übertreiben) in der Betreffzeile haben.

Das sollte natürlich zu deinem Overall Auftritt passen. Wenn du bspw. viele traditionelle Institutionen unter deinen Abonnenten:innen hast, verzichte lieber auf lustige Emojis.

Die Länge der Betreffzeile

Eine gute Faustregel ist, die Betreffzeile auf etwa 5 bis 8 Wörter oder 40 bis 60 Zeichen zu beschränken. Das ist eine gute Länge, damit der Betreff vollständig auf den meisten E-Mail-Clients und mobilen Geräten angezeigt wird, ohne abgeschnitten zu werden.

Übrigens: Neben der Betreffzeile kannst du auch den Vorschautext nutzen, um deine Abonnent:innen zum Öffnen zu animieren.


Dont’s in der Betreffzeile

  • Vermeide übermäßige Verwendung von Großbuchstaben. Betreffzeilen, die komplett in Großbuchstaben geschrieben sind, wirken oft unseriös und können als Spam eingestuft werden. Verwende keine Sonderzeichen wie $, % oder @.

  • Das muss ich wahrscheinlich nicht extra erwähnen (da ich davon ausgehe, dass du nicht ein Business dieser Art betreibst), aber Phrasen wie „Geld verdienen schnell“, „Kostenlose Angebote“ oder „Dringende Aktion erforderlich“ erregen zwar die Aufmerksamkeit, wirken aber auch sehr fishy.

  • Es gibt sogenannte Spam-Schlüsselwörte, die häufig mit Spam in Verbindung gebracht werden. Wie zB. „Gewinnen“, „Geld“, „Jetzt handeln“, „Dringend“ usw.


2. Segmentierung deiner Abonnentenliste

Mit Segmentierung ist gemeint, dass du deine Leser:innen je nach Interessensgebiet gruppierst (Segmente erstellst) und sie gezielter mit für sie relevante Infos bespielst. Dafür kannst du Interessen, demographische Merkmale, Wohnort o.ä. heranziehen.

Segmentierung bedeutet nicht nur „TAGS“ (also Label) zu vergeben und dann nie wieder etwas damit anzufangen. Kreiere Newsletter-Inhalte und mache Angebote, die gezielt auf deine jeweiligen Segmente abgestimmt sind.

Beispiel:

Angenommen ich (als Frau) gehe in ein Bekleidungsgeschäft, kaufe eine leichte Übergangsjacke für den Sommer, trage mich auf den Newsletter ein und bekomme einen Rabattcode für meinen Einkauf.

Ein paar Tage später bekomme ich einen Newsletter zum Sale für Kinderschuhe, Herrenjacken, Umstandsmode,… wie relevant ist der Newsletter in diesem Moment für mich?

Ja, Segmentierung ist auf den ersten Blick etwas kniffelig und vielleicht unüberschaubar, vor allem wenn du bereits eine große Liste hast. Aber langfristig trägt es dazu bei, dass deine E-Mails öfter gelesen werden und stärkt damit die Kundenbindung.

Wenn du deine Newsletter mit Angeboten verschickst, die auch relevant für die Abonnent:innen sind, erhöhst du die Vorfreude auf deine E-Mails und deine Sales.


3. Liefere hochwertigen und relevanten Inhalt

Passend zur Segmentierung: Der Inhalt deiner Newsletter. Er sollte informativ, nützlich und relevant für deine Abonennt:innen sein.

Sie haben dir ihre E-Mail Adresse anvertraut, der Schlüssel zu ihrem privaten Posteingang. Behandle sie also wie du deine Lieblingskund:innen behandeln würdest, auch wenn sie (noch) nichts von dir gekauft haben.

Exklusive Goodies für deine Liste

Biete ihnen einen Anreiz, warum sie weiter auf deiner E-Mail Liste abhängen sollen.

Das können zB. sein: Exklusive Einblicke, die du nur mit deiner Liste teilst, Sonderangebote, Rabatte oder personalisierte Empfehlungen. Neben hilfreichem Content, darfst du auch unterhaltsamen Inhalt schreiben (Probiere es mal mit „Edutainment“).

Wenn deine Empfänger:innen den Mehrwert erkennen, sind sie eher geneigt, deine E-Mails zu öffnen und zu lesen.

Platziere strategisch (relevante) Angebote

Eine hohe Öffnungsrate ist super. Umsatz und Verkäufe bringt sie jedoch nur, wenn du auch regelmäßig deine Angebote kommunizierst.

Schicke den Personen, die Produkt X bereits gekauft haben, Informationen zum aufbauenden Produkt Y. Mit Segmentierung kannst du vermeiden, dass du Produkt X nochmal an Gruppe X (die das Produkt bereits gekauft haben) pitcht.

Belohne deine treuen Newsletterleser:innen auch mit Rabatten, exklusiven Aktionen usw.

4. Schreibe regelmäßig an deine Liste

Interessent:innen tragen sich in deine E-Mail Liste ein, sind also am Kontaktaufbau interessiert, hören dann aber Wochen oder sogar Monate nichts von dir.

Noch schlimmer: Das erste Lebenszeichen nach wochenlanger Stille kommt in Form einer reinen Verkaufsmail.

Die Sache ist: Je nachdem, wie die Leute auf deinen Newsletter gekommen sind, sind sie kalte Kontakte. Der erste Schritt ist also, eine Beziehung und Vertrauen aufzubauen, in dem du regelmäßig von dir hören lässt.

Wie oft soll ich einen Newsletter versenden?

Die Königsfrage. Idealerweise ein- bis mehrmals die Woche solltest du einen Newsletter versenden.

Die Frequenz deiner Newsletter hängt aber auch von deiner Marketing-Strategie, deinen zeitlichen Ressourcen und nicht zuletzt von der eigenen Präferenz ab.

Dabei sollte Qualität vor Quantität stehen. Versuche also nicht auf Biegen und Brechen regelmäßig Newsletter mit irgendwelchem Zeug zu füllen, die deiner Zielgruppe keinen Mehrwert bietet.

Und worauf auch du keine Lust hast.

Finde deinen eigenen Rhythmus. Wenn du erst startest und es dir schwerfällt, versuche zum Beispiel alle 2 Wochen eine E-Mail auszusenden. Wenn das gerade nicht in deinen busy Alltag passt, melde dich zumindest 1x im Monat bei deinen Abonnent:innen.

Wichtig ist, dass du dieses Minimum, welches du dir selber setzt, auch dauerhaft halten kannst.

Mit Regelmäßigkeit bleibst du im Hinterkopf deiner Leser:innen und baust dir gleichzeitig eine Reputation beim E-Mail Server auf, sodass deine E-Mails weniger im Spam landen.

5. Teste verschiedene Versandzeiten

Die Versandzeit, also Wochentag und Uhrzeit, kann einen erheblichen Einfluss auf die Öffnungsrate deiner Newsletter haben. Hier heißt es: Testen, auswerten, optimieren, nochmal testen usw. Es gibt kein richtig oder falsch.

Inxmail hat in ihrer Studie zu E-Mail Marketing Benchmark erhoben, dass E-Mails, die zwischen 3 – 6 Uhr versendet werden, über den Tag verteilt durchschnittlich die höchste Öffnungsrate (28,3%) aufweisen und dass Samstagsmails (im B2B Bereich) auch gut ankommen.

(Gut, dass heutzutage alles automatisiert abläuft und du nicht samstags um 3 Uhr morgens anfangen musst, deine Newsletter zu verschicken. ;-))

Andere Erhebungen wiederrum zeigen, dass eine Versandzeit zwischen 7 und 9 Uhr morgens ideal ist.

Taste dich langsam an die „perfekte“ Versandzeit ran, denn die ist sehr abhängig von deiner Zielgruppe und ihrem Verhalten.

Du kannst hier einen zB. einen A/B Test durchführen. (Eine Gruppe bekommt den Newsletter um 3 Uhr morgens und die andere um 7 Uhr.)

Probiere auch unterschiedliche und unkonventionelle Zeiten aus.


6. Halte deine Liste aufgeräumt

Entferne inaktive oder ungültige E-Mail-Adressen oder biete ihnen aktiv an, auf deiner Liste zu bleiben oder sich ggf. abzumelden. 

Eine aufgeräumte E-Mail-Liste ist wichtig, um die Zustellbarkeit zu verbessern.

Denn wenn du regelmäßig im Spamordner landest oder deine E-Mails ungeöffnet bleiben, signalisiert das dem Mailserver, dass deine E-Mails nicht vertrauenswürdig sind oder nicht mehr relevant für deine Abonnent:innen.

Damit kannst du auch Geld sparen. Bei den meisten Anbietern zahlst du pro Kontakte oder E-Mails, die ausgesendet werden. Noch ein Grund, warum du nicht aktive Kontakte aussortieren solltest.


7. Richte eine Willkommenssequenz ein

Eine Willkommensequenz ist eine Reihe von E-Mails, die automatisiert an neue Newsletter-Abonnent:innen in einem Zeitraum von 5-10 Tagen verschickt wird. Meistens besteht eine Willkommensserie aus 3-5 E-Mails.

Zweck dieser E-Mails ist es, gleich eine Bindung zu deinen Leser:innen aufzubauen und deine Expertise nochmal zu zeigen. Stell dir das vor wie in einem 5 Sterne Hotel, wo du bei der Ankunft persönlich begrüßt wirst von der Hoteldirektion.

Vielleicht mit einem Gläschen sprudelndem Prosecco und handgegoßenen Pralinen.

VIP-Vibe, oder?

Okay, diese Experience kannst du deinen Newsletter-Abonnent:innen natürlich nicht bieten, aber mit dieser ersten positiven Begegnung, öffnen deine Leser:innen auch zukünftig viel lieber deine E-Mails.

Außerdem bleibst ihnen mit deinen witzigen und persönlichen Anekdoten im Kopf und es wird später leichter fallen, deine Angebote zu verkaufen.

Willkommensmails weisen übrigens eine überdurchschnittliche hohe Öffnungsrate auf. Heißt: Die Leute warten regelrecht auf deine Nachrichten! Vor allem kurz nachdem sie sich in deine E-Mail Liste eingetragen haben.

Fazit

Wenn du deine Öffnungsrate deiner Newsletter erhöhen willst, drehe an den oben genannten Stellschrauben. Mache nicht alles auf einmal, denn das kann einen schnell überfordern.

Fange mit dem für dich einfachsten Schritt an (füge deiner Betreffzeile zum Beispiel eine persönliche Ansprache hinzu). Schaue dann, wie sich das auf die Öffnungsrate auswirkt.

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